Der Serviced Apartment Marktreport 2018 ist ab jetzt erhältlich

Bereits zum siebten Mal veröffentlichen wir den Marktreport zum Serviced-Apartment-Segment in Deutschland. Die Ergebnisse der durchgeführten Betreiberbefragung geben Aufschluss über aktuelle Marktdaten, -entwicklungen  und –trends.

Im Rahmen unseres Marktreports 2018 haben wir allein bis 2020 die Eröffnung von weiteren 13.900 Einheiten erfasst – das entspricht einem Marktwachstum von rund 42 Prozent. Bis 2030 soll sich die Einheitenzahl sogar auf 100.000 verdreifachen und damit einen Apartmentanteil von 10 Prozent innerhalb der Hotellerie einnehmen. Derzeit umfasst der Serviced-Apartment-Markt rund 33.400 Einheiten in 600 Häusern (nur Häuser mit mindestens 15 Einheiten berücksichtigt). Von Seiten der Betreiber wird die aktuelle Marktentwicklung sehr optimistisch betrachtet. Über 80 Prozent schätzen laut jüngster Marktbefragung die Entwicklung des Segments in Deutschland „positiv“ oder „sehr positiv“ ein. Zudem liegen erstmals Marktkennziffern wie  die durchschnittlichen Zimmerraten (ARR) und der RevPar über denen der klassischen Hotellerie.

Serviced Apartments so beliebt wie nie: Gesellschaftliche Megatrends wie Urbanisierung, Individualisierung und New Work sowie angespannte Wohnungsmärkte in wirtschaftlich dynamischen Ballungsräumen machen Serviced Apartments zu einem der gefragtesten Konzepte dieser Zeit. Zudem wird nicht nur mehr die klassische Zielgruppe der Geschäftsreisenden angesprochen. Auch bei Berufseinsteigern, Studierenden, Singles, Pendlern und Berufsnomaden wird Wohnen auf Zeit immer beliebter. Alleinstellungsmerkmale wie hohe Wohnlichkeit und Flexibilität, größerer Wohnraum sowie Individualität sprechen immer mehr Kunden an und das zu deutlich geringeren Preisen als für Hotelzimmer. Diese Entwicklung schlägt sich auch in den Marktzahlen nieder. 2017 wurden von den Betreibern rund 14,2 Mio. Übernachtungen registriert und damit 2,7 Mio. mehr als im Vorjahr, bei gleichzeitig sinkenden Aufenthaltsdauern auf 27 Nächte. Dabei hat die steigende Nachfrage Auswirkungen auf die Raten genommen. 51 Prozent der befragten Betreiber erhöhte 2017 seine Preise, damit fiel der Preisanstieg zwar moderater aus als im Vorjahr, trotzdem lag die durchschnittliche Zimmerrate (ARR) mit 101 Euro und der RevPar mit 81 Euro erstmals über den Zahlen der klassischen Hotellerie.

Ein weiterer Trend lässt sich in immer kurzfristigeren Buchungen erkennen. Wurden 2013 noch fast 20 Prozent der Buchungen mit einer Vorlaufzeit von 8 Wochen getätigt, beträgt der Anteil 2017 nur noch 9 Prozent. Fast jede zweite Buchung erfolgt inzwischen zwei Wochen vor der Anreise. Begünstigt wird diese Entwicklung unter anderem durch die zunehmende Digitalisierung und der damit einhergehenden Erwartungshaltung, kurzfristig Buchungen vornehmen zu können.

Hohe Rendite: Für Investoren garantiert die Assetklasse der Serviced Apartments eine hohe Rendite. Ob in A-, B- oder C-Lagen, es wird in der Folge viel gesucht, gekauft und schnell angekündigt. Insbesondere starke Marktakteure planen die Eröffnung mehrerer und immer größerer Objekte, von Anfang an mit einem Fokus auf Markenbildung und Roll-Out. Schneller sein, statt organisches Wachsen scheint derzeit Trend zu sein. Dies gilt besonders für München. Mit rund 2.700 Einheiten wird das Angebot bis 2020 um 51 Prozent steige, eine Entwicklung die allerdings auch kritisch gesehen wird. Wie die Marktbefragung gezeigt hat, bewerten 67 Prozent der Betreiber die Marktentwicklung als „positiv“ oder „sehr positiv“, am Münchener Standort fällt diese Einschätzung deutlicher neutraler aus.

Mikrowohnen dominiert: Für eine Vielzahl neuer Projekte lässt sich eine Distanzierung von klassischen Serviced-Apartment-Konzepten erkennen. Projektentwickler mit vielfältigen Hintergründen bringen innovative Ideen aus den Bereichen Mikrowohnen, klassische Hotellerie, Sharing-Economy sowie Co-Working und Co-Living ins Segment. Unter dem Begriff der hybriden Konzepte werden derzeit sogar Objekte geplant, die eine Mischung der unterschiedlichen temporären Wohnformen und Zielgruppen unter einem Dach anstreben.

Den größten Teil des Angebotes, wie auch der Nachfrage, stellen inzwischen Mikroapartments, also Einheiten mit weniger als 25 m². Unabhängig von der Quadratmeterzahl wiederum bevorzugen Gäste 1-Zimmer-Apartments. Unter den 2-Zimmer-Apartments sind vor allem Einheiten mit mehr als 40 m² gefragt. Insgesamt entspricht das Marktangebot zum Großteil der Nachfrage. Lediglich bei 1-Zimmer-Apartments mit 25 bis 29 m² besteht ein Angebotsdefizit und damit Nachholbedarf für das Segment.

Das Segment befindet sich in seiner bisher größten Wachstumsphase. Für Projektentwickler, Betreiber und Investoren bedeutet das zugleich, die Trends im Markt sortiert zu hinterfragen und sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren. Für die zukünftige Marktentwicklung ist davon auszugehen, dass sich die verschiedenen Konzepte stärker über den Faktor Aufenthaltsdauer ausdifferenzieren werden. In Kombination mit neuen innovativen Ideen lässt sich bereits jetzt eine konzeptionelle Weiterentwicklung des Serviced-Apartment-Segments erkennen, die den gesamten Markt des temporären Wohnens prägen wird.

Mehr Infos zu aktuellen Marktdaten, -entwicklungen und -trends finden sie im „Marktreport 2018 Serviced Apartments“, bestellbar unter apartmentservice-consulting.de für 429 Euro zzgl. MwSt.

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