Charta zur Definition des Serviced-Apartment-Segments

Mehr Transparenz für alle Akteure

Serviced Apartment, Apartmenthotel, Aparthotel, Serviced Residence, Wohnen auf Zeit. Das Serviced-Apartment-Segment wird mit vielen Begriffen umschrieben. Dabei werden die Begriffe nicht einheitlich verwendet. Das erschwert nicht nur die Orientierung für den Gast, sondern macht das Segment auch schwer fassbar für Banken, Investoren sowie Bau- und Planungsämter. Um dieser historisch gewachsenen Begriffsvielfalt entgegenzuwirken, wurde 2014, auf Initiative von Apartmentservice, eine Arbeitsgruppe bestehend aus wichtigen Vertretern der Branche gebildet. Ziel dieses Zusammenschlusses war es, einheitliche Standards für das Segment des Temporären Wohnens zu definieren und damit die uneinheitliche Begriffsverwendung im Segment zu beenden. Als Basis hierfür wurde eine Systematik für die unterschiedlichen Konzepte sowohl aus dem wohnwirtschaftlichen als auch aus dem gewerblichen Bereich geschaffen. Neben der Erhöhung der Transparenz für den Kunden sowie den Investoren wird somit auch die Sichtbarkeit des Temporären Wohnens im Vergleich zur Angebotsvielfalt der Hotellerie erhöht.

Grafisch aufgearbeitet wurden die Ergebnisse in Form der nachfolgenden Matrix. Die Typisierung erfolgt hier anhand der Merkmale „Größe der Apartments“ (Standardeinheit) und „Servicegrad“.

Den größten Anteil im Serviced-Apartment-Segment haben die klassischen Apartmenthäuser sowie die Apartmenthotels/Aparthotels. Ein klassisches Apartmenthaus ist durch ein eingeschränktes, speziell auf Langzeitgäste abgestimmtes Serviceangebot charakterisiert. Die Betreuung der Gäste erfolgt durch eine Rezeption, die allerdings nur stundenweise besetzt ist. Außerhalb der Öffnungszeiten reisen die Gäste in der Regel mit einem Schlüsselcode an und erhalten ihren Apartmentschlüssel aus einer Schlüsselbox. Zur gängigen Ausstattung des Hauses gehört maximal ein kleines Frühstücksangebot. Auf weitere Annehmlichkeiten wie eine Bar oder Restaurant wird bewusst verzichtet. Diese Leistungen werden durch externe Anbieter und Kooperationen abgedeckt. Der Fokus in diesem Konzept liegt auf dem Wohnen. Im Gegensatz dazu bieten Aparthotels/Apartmenthotels je nach Konzept deutlich mehr Service, die Inhouse-Einrichtungen sind erweitert. Zur Ausstattung der Häuser gehört für gewöhnlich ein eigenes Frühstücksangebot, ein (kleiner) Fitness- und Wellnessbereich, in der Regel mindestens ein kleiner Konferenzraum und zum Teil ein eigenes Restaurant im Haus. Die Rezeption ist zumeist 24 Stunden besetzt. In diesem Bereich existieren darüber hinaus so genannte Mischkonzepte, die Hotel und Serviced Apartments verbinden und somit einen Full Service bieten. Mit steigendem Servicelevel sinken die durchschnittlichen Aufenthaltsdauern.

Nachdem die Matrix über zwei Jahre stetig optimiert wurde und sich in der Praxis als hilfreiches Instrument erwiesen hat, präsentiert Apartmentservice diese zusammen mit einer einheitlichen Definition der Aufenthaltsdauern als Charta des Serviced-Apartment-Segments auf der SO!APART 2016. Serviced-Apartment-Betreiber, Projektentwickler und Investoren werden aufgefordert die Charta zu unterzeichnen und somit zur erfolgreichen Vereinheitlichung der Begrifflichkeiten beizutragen. Selbstverständlich besteht auch außerhalb der SO!APART die Möglichkeit, das Dokument zu unterzeichnen. Senden Sie uns hierzu einfach eine kurze E-Mail mit Ihrer Unterschrift und Ihrem Logo.

Die Charta zum Download finden Sie hier. 

to the top